Plastiken

Zur Plastik des Werdens

Diese Körper sind keine Abbilder, sie sind Prozesse. Nicht geformt, sondern im Formen begriffen. Sie wachsen von innen nach außen, als ob eine Idee sich durch das Material drückt. Tastend, stoßweise, nie ganz vollständig. Plastik wird hier zur Philosophie des Werdens. Jede Figur ist ein Zwischenzustand. Nicht Mensch, nicht Tier, nicht Ding, sondern eine Mutation der Form. Ein Fragment eines Seins, das noch um seine Gestalt ringt. Was wir sehen, ist nicht das Ergebnis, sondern der Akt des Sich-Herausbildens. Roh, widerständig, lebendig.

Anthony J. Thorne.